Firmenimage trägt nachhaltig zum Unternehmenserfolg bei
Von allerhandtippsundtrends, 17:02
Bei Mittelständlern gibt es Defizite
Regensburg - Im Unterschied zu Großunternehmen haben Mittelständler oft ein Defizit bei der Unternehmens-Strategie. Zwar unterliegen auch Konzerne strategischen Fehleinschätzungen, doch im Gegensatz zu kleinen und mittleren Firmen können sie diese finanziell kompensieren. "Für ein mittelständisches Unternehmen sind hingegen strategische Fehleinschätzungen meist gleichbedeutend mit seinem Ende", sagt Arnold Weissmann, Professor für Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Regensburg http://www.fh-regensburg.de und Inhaber des Beratungsunternehmens Weissmann & Cie. Der Berater, der selbst über Erfahrung als mittelständischer Unternehmer verfügt, hält es für wichtig, dass auch Mittelständler ein eigenes Unternehmensleitbild entwickeln. Denn in den schnelllebigen und stagnierenden Märkten von heute böten Leitbilder die Chance, sich im Wettbewerb von anderen zu differenzieren.
Das Leitbild umschreibe Unternehmenszweck und -ziele sowie Verhaltensgrundsätze nach innen und außen. Es schaffe die Verbindung der Vision mit dem operativen Tagesgeschäft. Wichtig sei auch eine Strategie für die Unternehmenskommunikation, da sie die Identität eines Unternehmens nach innen wie nach außen übersetze. Ein Unternehmen wie Unilever http://www.unilever.de gebe jährlich erhebliche Summen für seine Imagewerbung insbesondere beim akademischen Nachwuchs aus. Mittelständische Unternehmen würden hingegen immer noch häufig verschmäht. Michael Müller, Geschäftsführer der in Neuss und Potsdam ansässigen a & o-Gruppe http://www.ao-services.de und Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de , bestätigt diese Einschätzung gegenüber pressetext: "Viele Mittelständler halten ein eigenes Unternehmensleitbild und eine ausgereifte Unternehmenskommunikation für unwichtig. Wer so vorgeht, kann keinen attraktiven Nachwuchs für das eigene Unternehmen rekrutieren. Da der Kampf um die High Potentials aber immer intensiver wird, sollten kleine und mittlere Unternehmen alles tun, um sich ein attraktives Image zu erarbeiten. Sonst stehen sie weiter in dem Ruf, konservativ geprägt zu sein, schlechter zu zahlen und keine Aufstiegschancen zu bieten."
Dass das Image von entscheidender Bedeutung ist, macht Weissmann mit Verweis auf das Beratungsunternehmen McKinsey http://www.mckinsey.de deutlich, dem ein ausgezeichneter Ruf vorauseile. Doch könne keiner wirklich beurteilen, ob dieser Ruf gerechtfertigt sei. Ähnlich sei es bei der Beurteilung eines Versicherungsunternehmens. Eigentlich sei das erst möglich, wenn der Schadensfall eintrete. Das Automobilunternehmen Audi http://www.audi.de habe 20 Jahre benötigt, um aus einer "Blechschüssel ein Auto der Luxusklasse zu machen". Heute verbinde man mit der Marke Audi automatisch den Slogan "Vorsprung durch Technik", ohne diese Eigenschaften überhaupt noch in Frage zu stellen.
"Eine kraftvolle Unternehmensvision ist die Voraussetzung für jede erfolgreiche Unternehmensstrategie. Als attraktives Bild einer möglichen Zukunft hat sie die Aufgabe, die Mitarbeiter mit Stolz zu erfüllen und zu motivieren", so Weissmann. "Eine gute Unternehmenskommunikation trägt dazu bei, nach außen und innen ein positives Firmenimage zu kreieren. Die Wirkungen dieses Instruments sind enorm und tragen nachhaltig zum Unternehmenserfolg bei."
Die Paneuropa-Union:
Von allerhandtippsundtrends, 07:40
Kurzporträt der ältesten Europäischen Einigungsbewegung
Die Paneuropa-Union ist die 1922 von dem böhmischen Grafen Richard Coudenhove-Kalergi gegründete älteste europäische Einigungsbewegung. Zu ihren Mitgliedern zählten in den zwanziger Jahren Albert Einstein, der französische Außenminister Aristide Briand als Ehrenpräsident, Schriftsteller wie Thomas Mann und Franz Werfel, der junge Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer und der Wiener Student und spätere österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky, damals Vorstandsmitglied der Paneuropa-Union Wien; nach dem Krieg auch die bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel und Franz Josef Strauß, der französische Staatspräsident Georges Pompidou und der spanische liberale Philosoph Salvador de Madariaga.
Während des sogenannten Dritten Reiches war die Paneuropa-Union verboten, Coudenhove-Kalergi und sein späterer Nachfolger als internationaler Paneuropa-Präsident, Otto von Habsburg, mußten, von den Nationalsozialisten steckbrieflich verfolgt, in die USA emigrieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Paneuropa-Union in Westeuropa wieder aufgebaut, in den kommunistischen Ländern blieb sie verboten, wirkte aber im Untergrund als Bürgerrechtsbewegung weiter.
Präsident der Paneuropa-Union Deutschland, des deutschen Zweiges der Paneuropa-Bewegung, war in der Zwischenkriegszeit der sozialdemokratische Reichstagspräsident Paul Löbe, als seine Nachfolger fungierten vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis heute der Adenauer-Minister Hans-Joachim von Merkatz, der bayerische Ministerpräsident Alfons Goppel, der langjährige Vizepräsident des Europa-Parlamentes Siegbert Alber und derzeit der bayerische Europaabgeordnete Bernd Posselt.
Der eigenständige Jugendverband, die Paneuropa-Jugend Deutschland e.V., besteht seit 1975, ihr Bundesvorsitzender ist Jürgen Hecht.
Coudenhove-Kalergi als internationaler Präsident von 1923 bis zu seinem Tod 1972 fand weltweit Anerkennung. So war er der erste Karlspreisträger der Stadt Aachen. Churchill berief sich auf ihn in seiner berühmten Zürcher Rede. Der zweite Präsident der Internationalen Paneuropa-Union wurde auf Vorschlag des damaligen französischen Staatspräsidenten Pompidou 1973 der spätere Europaabgeordnete Otto von Habsburg. Seit Dezember 2004 übt der französische Politiker und Jurist Alain Terrenoire diese Funktion aus.
1989 machte die Paneuropa-Union, die auch in der Zeit der Teilung Deutschlands und Europas am Selbstbestimmungsrecht für die Völker Mittel- und Osteuropas festgehalten hatte, weltweit Schlagzeilen, als sie an der österreichisch-ungarischen Grenze das sogenannte Paneuropa-Picknick abhielt, bei dem 661 Deutschen aus der DDR die Flucht in die Freiheit ermöglicht wurde, was weitere Fluchtwellen und Massendemonstrationen nach sich zog und laut Aussage Erich Honeckers in seinem letzten Interview mit dem Daily Mirror entscheidend zum Zusammenbruch des SED-Staates beitrug.
Die Paneuropa-Union tritt für einen demokratisch-rechtsstaatlich verfaßten europäischen Zusammenschluß und für die Stärkung des Europa-Parlamentes sowie für ein christlich geprägtes Europa der Völker und Volksgruppen, Staaten und Regionen ein. Sie hat Mitgliedsorganisationen in fast ganz Europa, auch in den meisten Ländern des ehemaligen Ostblocks, die eng mit der fraktionenübergreifenden Paneuropa-Parlamentariergruppe des Europa-Parlamentes zusammenarbeiten, die der Vizepräsident des Europäischen Parlamentes Ingo Friedrich als Nachfolger des ehemaligen belgischen Ministerpräsidenten Leo Tindemans leitet.
Die Paneuropa-Union Deutschland gibt 14mal im Jahr den europapolitischen Informationsdienst Paneuropa intern und vierteljährlich die Zeitschrift Paneuropa Deutschland heraus, verfügt in allen Bundesländern über Landesverbände, jährliche Hauptveranstaltung sind seit 1975 die Paneuropa-Tage. Diese fanden im Frühling 1990 in Fulda und Meiningen, also schon vor der Wiedervereinigung erstmals auf dem Boden der damals noch bestehenden "DDR" statt, dann 1991 in Dresden, 1992 in Koblenz, 1993 in Würzburg, 1994 in Ulm und München, 1995 in Rostock, 1996 in Bamberg, 1997 in Erfurt, 1998 in Trier, 1999 in Bayreuth, 2000 in Görlitz, 2001 in Fulda, 2002 in Saarbrücken, 2003 in Hildesheim, 2004 in Rosenheim, 2005 in Köln und 2006 in Magdeburg.
Paneuropa-Pressestelle, Dachauer Str. 17, 80335 München
Tel. 089/554683, Fax 089/594768, paneuropa-union@t-online.de
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